Interview mit den Auszubildenden im Berufsbild Fachinformatiker

06.09.2018

Wir bilden in diversen Berufsbildern aus, unter anderem auch zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung oder Systemintegration. Derzeit haben wir auch drei Auszubildende, die nun ins dritte Lehrjahr starten und somit kurz vor Abschluss der Ausbildung stehen. Diese haben wir zu ihren Erfahrungen während der Ausbildung befragt.

Ihr drei seid ja nun im dritten Lehrjahr und somit schon „alte Hasen“ in Bezug auf die Ausbildung. Wie ist Eure Einschätzung? Ist die Ausbildung bisher so verlaufen, wie Ihr es erwartet habt?

Christoph Roth:

Zu Beginn der Ausbildung hatte ich noch keine genaue Vorstellung, was mich erwarten wird. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass die Ausbildung so vielseitig und abwechslungsreich sein wird. Jetzt nach zwei Jahren kann ich sagen: Es ist (fast) immer spannend. Jeder Tag bringt neue – wenn natürlich oft ähnliche – Herausforderungen. Jedes Projekt ist unterschiedlich und bietet immer die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen.

Simon Schneider:

Für mich verläuft die Ausbildung etwas anders als erwartet. Dies ist aber nicht negativ gemeint, da sich die Ausbildung nicht alleine auf die Aufgaben eines Fachinformatikers bezieht. Hier im Unternehmen werden auch Dinge erlernt, die ich nicht auf dem Schirm hatte, z.B. Grundkenntnisse in der Typographie oder die eigene Organisation und Durchführung von Schulungen.

Manuel Stahl:

Tatsächlich ist die Ausbildung viel breiter aufgestellt, als man es zunächst vermutet. Auch jetzt am Beginn des 3. Ausbildungsjahres treffe ich auf immer neue Themen und Problemstellungen, die Stück für Stück erarbeitet werden. Gerade das macht ja den Reiz dieser Ausbildung aus – natürlich kann ich bei Bedarf immer mit der Unterstützung meiner Kollegen rechnen.

 

Gibt es besondere Events oder Erfahrungen in Eurer Ausbildung, die Euch besonders beeindruckt haben oder die Euch besonders wichtig sind?

Manuel Stahl:

Man erwartet ja zunächst, dass man als Azubi zu Beginn typische „Azubi-Tätigkeiten“ erledigt und sich das Vertrauen erst langsam erarbeitet – tatsächlich wurde ich aber bereits ab der 1. Woche fest ins Team eingebunden und durfte Stück für Stück Verantwortung übernehmen. Das beeindruckte mich schon sehr.

Bereits in meiner 4. Ausbildungswoche war ich bei der Organisation unserer großen Fachtagung mit beteiligt – und unterstütze die Referenten beim Abhalten ihrer Präsentationen.

Christoph Roth:

Was mich besonders begeistert: dass wir als Azubis schon früh viel Verantwortung übertragen bekamen und dass wir sehr selbstständig arbeiten dürfen. Wir wurden sehr schnell in echte Projekte eingebunden. Wir Azubis durften schon an Schulungen teilnehmen, Events wie die Fachtagung mit vorbereiten, einen Programmierkurs für Schüler durchführen, Info-Nachmittage gestalten etc.

Simon Schneider:

Für mich waren die letzten beiden Fachtagungen hier im Unternehmen besondere Events während der Ausbildung. An diesen waren wir, die Auszubildenden im Berufsbild Fachinformatiker, zum einen für die Raumgestaltung der Vortragsräume zuständig. Dabei hatten wir zwar gewisse Vorgaben wie die Räume auszusehen haben, jedoch hatten wir auch die Möglichkeit unsere eigenen Ideen einzubringen. Des Weiteren waren wir am Tag der Fachtagung für den technischen Support der Vorträge zuständig. Meiner Meinung nach haben wir damit eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe bekommen, da wir bis zu diesem Tag erst drei Wochen im Unternehmen waren.

 

Was war bisher die größte Herausforderung?

Simon Schneider:

Für mich war die größte Herausforderung bis jetzt die Organisation und die Durchführung des Programmierkurses im ersten Ausbildungsjahr. Das liegt daran, dass dieser Kurs zum ersten Mal stattfinden sollte und somit alles von Beginn an und ohne Vorlage organisiert werden musste. Meiner Meinung nach war es eine sehr abwechslungsreiche Aufgabe und zugleich eine neue sowie interessante Erfahrung.

Christoph Roth:

Die bis jetzt vermutlich größte Herausforderung war die Vorbereitung und Durchführung von unserem Programmierkurs für Schüler. Gerade beim ersten Mal hatten wir noch kein Material bzw. keine Erfahrungen, aus denen wir schöpfen konnten. Wir mussten quasi bei null anfangen. Es war aber auch sehr spannend, selbst mal Lehrer sein zu dürfen.

Manuel Stahl:

Da fällt mir gar kein konkretes Ereignis ein – grundsätzlich Situationen, in denen man sehr viel Verantwortung trägt und die Probleme schnell in den Griff bekommen muss (z.B. beim Ausfall eines Live-Systems).

 

In der Berufsschule habt Ihr ja Kontakt mit anderen Auszubildenden. Läuft deren Ausbildung genauso ab, wie Eure in der Druckerei C.H.Beck? Oder gibt es da Unterschiede?

Manuel Stahl:

Da gibt es natürlich Unterschiede – es kommt ja auch immer sehr auf die Branche an, was von einem Fachinformatiker Azubi innerhalb der Ausbildung überwiegend erwartet wird.

Im Vergleich zu meinen „Mitschülern“ bin ich schwerpunktmäßig in der Administration tätig, betreue u.a Webserver sowie Software und arbeite an Projekten mit. Dafür bin ich im Vergleich zu anderen FISI weniger hardwarenah tätig, wir fahren auch keinen Kundendienst. Jedoch wird natürlich alles Ausbildungsrelevante erarbeitet und erlernt.

Christoph Roth:

Ich weiß, dass viele meiner Mitschüler ähnlich wie bei uns verschiedene Abteilungen durchlaufen. Bei einigen ist das jedoch durch die geringe Größe ihres Ausbildungsbetriebs nicht möglich.

Simon Schneider

Bei uns läuft die Ausbildung teilweise etwas anders ab als bei unseren Mitschülern. Wir werden schon vom ersten Tag in das Unternehmen fest integriert und bekommen somit sofort den Arbeitsalltag mit. Manche unserer Mitschüler dagegen verbringen das erste Ausbildungsjahr in einem unternehmenseigenen Ausbildungszentrum. Erst ab dem zweiten Lehrjahr durchlaufen sie die einzelnen Abteilungen des Unternehmens und haben somit erst richtig einen Bezug zu ihrem Ausbildungsbetrieb. Von der Art wie ihnen der Ausbildungsinhalt beigebracht wird, gibt es zu der Druckerei C.H.Beck keine Unterschiede.

 

Nachdem Ihr nun wisst, wie es läuft: Würdet Ihr die Ausbildung nochmals anfangen?

Christoph Roth:

Auf jeden Fall!

Manuel Stahl:

Selbstverständlich! Die Ausbildung ist abwechslungsreich, interessant und zukunftsweisend.

Simon Schneider

Um es kurz zu sagen: Auf jeden Fall!

 

Danke für das Gespräch und viel Erfolg beim Abschluss Eurer Ausbildung.

 

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