400 Ordner Loseblatt mit Auflage 1 – wo gibt es denn so was?

07.10.2019

Das Produkt Loseblatt kennt man im Verlagswesen aus dem Fachinformationsbereich. Speziell bei den Juristen ist diese Publikationsform sehr verbreitet. Doch es gibt auch an ganz anderer Stelle Einsatzgebiete, die man oft nicht auf dem Schirm hat. Wir zeigen Ihnen ein Beispiel aus unserer täglichen Arbeit.

Zeitungen und Verlage schreiben viel, Juristen und Gerichte schreiben noch sehr viel mehr. Um Kosten und Ressourcen zu sparen, wurde deshalb das Loseblattsystem für Juristen erfunden, da sich jeweils nur ein Teil des Gesetzbuchs oder Kommentars ändert und die Aktualisierungen sich leicht in die Werke einsortieren lassen. Nebenbei gesagt, lose Blätter will nun wirklich keiner, zusammengehalten wird das Werk in einem Ordner mit stabiler Mechanik.

Eine ähnliche Anforderung haben Anlagenbauer und Sondermaschinenlieferanten. Eine Anlage kann beispielsweise eine Müllverbrennungsanlage sein, eine Sondermaschine eventuell ein Sägewerk. Jede Anlage besteht aus hunderten kleiner Aggregate und Einheiten, von der Zeiterfassung für Mitarbeiter bis hin zur Entsorgung der Asche aus der Feuerung. Folglich braucht jede Einheit eine eigene Dokumentation. Für den Betrieb der Anlage müssen die Schriftstücke jederzeit zugänglich sein, ist doch die Sicherheit oft davon abhängig, den richtigen Knopf zu drücken oder den richtigen Hebel umzulegen. Für diese Art der Dokumentation sind Loseblattwerke das ideale Ausgabeformat, sofern sie in gedruckter Form vorliegen müssen – flexibel im Umfang und leicht zu aktualisieren.

Damit wir drucken können, wird zunächst eine große Menge an Daten gesammelt, in die richtige Form gebracht und sortiert. Es können hunderte von Dokumenten unterschiedlicher Herkunft der einzelnen Lieferanten für die Anlagen und Sondermaschinen sein. 

Der eigentliche Druck ist ein klassisches Digitaldruck-Objekt, mit Auflage 1. Wir können die Dokumentationen mit bis zu 8 farbigen Trennblättern blockweise drucken, in die Ordner einhängen, verpacken und versenden. Um das oben genannte Beispiel nochmals aufzugreifen, füllt die Dokumentation einer Müllverbrennungsanlage mittlerer Größe rund 400 Ordner. Für ein solches Volumen sind wir bestens ausgerüstet.

Aktualisierungen in der Technik erfordern regelmäßig neue Dokumentationen, die, wie bei den Juristen, in kleinen Mengen in die vorhandenen Ordner einsortiert werden.

So schließt sich der Kreis.
Wie man sieht, sind wir längst nicht allein mit Loseblattwerken, in vielen Branchen wird damit gearbeitet.

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