Wie aus dem Saulus ein Paulus wurde

09.09.2020

Burkhard Schulz ist seit mehr als 30 Jahren in der Betreuung und redaktionellen Arbeit von Fachzeitschriften tätig. Aktuell betreut er die Zeitschrift ARP (Arbeitsschutz in Recht und Praxis), die mit flowmags produziert wird. Wir hatten die Möglichkeit mit Ihm über die Veränderung der Redaktionsarbeit im Bereich der Fachzeitschriften und seine Erfahrungen mit flowmags zu sprechen.

20200909_bschulz.jpgRedaktion:

Herr Schulz, Sie sind seit mehr als 30 Jahren in der Betreuung und redaktionellen Arbeit von Fachzeitschriften tätig. Was hat sich in dieser Zeit in der Arbeit eines Redakteurs verändert?

Burkhard Schulz:

Als junger NJW-Redakteur habe ich, Sie werden es kaum glauben, noch Bleisatz erlebt, danach den Übergang zum Lichtsatz und zum Computersatz. Bereits diese Stichworte zeigen, wie sich in kürzester Zeit Satz- und Umbruchtechnik verändert haben. Auf diese technischen Veränderungen musste sich natürlich auch die Arbeitsweise des Redakteurs bzw. der Redakteurin immer wieder neu einstellen, in der Schnittstellenfunktion zwischen Autor und Herstellung. Die Trennungslinien zwischen Autorenleistung, Lektoratsbearbeitung und technischem Herstellungsprozess haben zunehmend an Schärfe verloren. Das System flowmags ist auf diesem Weg eine konsequente Weiterentwicklung, da mit dieser Software der Redakteur bzw. die Redakteurin noch stärker als bisher die Regie für alle inhaltlichen und technischen Abläufe übernimmt.

 

Redaktion:

Gibt es Dinge, die über die Jahre gleich geblieben sind?

Burkhard Schulz:

Über all die Jahre gleichgeblieben ist die sorgsame und qualitätsorientierte Arbeit an den Inhalten. Die Manuskripte der Autoren müssen nach wie vor vom Redakteur auf klare Strukturen und Verständlichkeit geprüft werden. Das reicht von der gut gewählten Überschrift des Beitrags bis hin zur Einheitlichkeit der Fußnotengestaltung. Gerne füge ich hinzu, dass dort, wo technische Unterstützung benötigt wird, Nördlingen nach wie vor stets ein freundlicher und kompetenter Partner ist. Ein Musterbeispiel hierfür ist vor allem und insbesondere der flowmags-Support.

 

Redaktion:

Die Lesegewohnheiten und die Anforderungen der Nutzer ändern sich. Wie bleibt die Fachzeitschrift weiter eine wichtige Informationsquelle für die Leser?

Burkhard Schulz:

Heute erwarten die Leser in der Tat rasch und punktgenau Beiträge renommierter Autoren zu den aktuellen Problemen. Eine monatlich erscheinende Fachzeitschrift bündelt diese Themen, bereitet sie grafisch interessant auf und gibt den Lesern einen haptischen Rahmen, in dem sie sich, anders als im reinen Online-Bereich, von Thema zu Thema bewegen können und zwischen den Beiträgen Bezüge entdecken, die ihnen einen unerwarteten Mehrwert bringen. Deswegen bleibt die Fachzeitschrift mit ihrer Themenvielfalt trotz des Online-Angebots weiterhin eine Informationsquelle von zentraler Bedeutung.

 

Redaktion:

Sie betreuen aktuell die Zeitschrift ARP, die mit Hilfe von flowmags produziert wird. Wie unterstützt Sie das System in Ihrer Arbeit?

Burkhard Schulz:

Als ich den Ausbau des Arbeits- und Gesundheitsschutzes übernahm, lag es nahe, hierzu auch eine Zeitschrift ins Leben zu rufen. Bei der Gründung der ARP (Arbeitsschutz in Recht und Praxis) wurde freilich zur Bedingung gemacht, mit der Software flowmags zu arbeiten. Ehrlich gesagt, war das für mich zunächst ein unbekanntes Terrain. Meine Vorbehalte waren deshalb groß, da das Layout der ARP angesichts der interdisziplinären Zielgruppe durch Bebilderung und Grafiken sehr anspruchsvoll ist. Heute bekenne ich, dass aus dem Saulus ein Paulus geworden ist. Inzwischen bin ich, ohne Übertreibung, ein glühender Verfechter dieser Software; denn sie erfüllt fast ideal mein Bedürfnis nach einer inhaltlichen und formalen Gestaltung aus einem Guss. Das „Hochladen“ der einzelnen Beiträge und die Festlegung des Umbruchs gehen ohne Umwege direkt am Bildschirm im Bruchteil von Sekunden vonstatten. Das bedeutet zugleich, dass das System Mobilität erlaubt. Alles in allem ist flowmags für den, der eine ganzheitliche ästhetische Vorstellung von der Produktion einer Zeitschrift hat, nicht nur bloße Unterstützung, sondern Optimierung der Redaktionsarbeit.

 

Redaktion:

Vielen Dank Herr Schulz für das Gespräch.

 

Weitere Meldungen

Weihnachten ist für uns ...

Weihnachten – jeder verbindet mit diesem Fest etwas anderes. Die einen haben feste Familientraditionen, die das Fest erst zu dem machen, was es für sie ist. Die anderen nutzen die Zeit einfach nur dazu, um einmal inne zu halten und sich vom Alltagsstress zu erholen. Wie unterschiedlich es auch bei uns ist, haben wir festgestellt, als wir untereinander im Kreis der Kolleginnen und Kollegen des Newsletterteams gesprochen haben. Doch lesen Sie selbst!

Weihnachten ist für uns ...
Wer macht denn eigentlich ... Zeitschriften?

Ehe eine Zeitschrift komplett druckfertig ist, durchläuft sie einige Stationen und Mitarbeiterhände. Dies geschieht in der Regel für den Auftraggeber unbemerkt. Aber Sie haben sich eventuell schon häufiger gefragt: Wer sind diese dienstbaren Geister, die für die saubere, schnelle und reibungslose Produktion Ihrer Zeitschrift sorgen? Wir wollen Sie darüber nicht länger im Unklaren lassen und Ihnen das Zeitschriften-Team vorstellen.

Wer macht denn eigentlich ... ...