KI – Künstliche Intelligenz – Lernen Programme bald selbstständig?

10.07.2019

Ein Interview mit unserem KI-Experten Kevin Drzycimski.

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C.H.Beck: Wie bist du zu dem Thema KI gekommen?

Kevin: Durch mein Studium der Technomathematik bin ich zum Thema Künstliche Intelligenz gekommen. Man konnte damit Probleme lösen, die sich nicht auf direktem Weg lösen ließen.

C.H.Beck: Mit welchen Projekten hast du dich schon beschäftigt?

Kevin: Defekte Bauteile von Brennstoffzellen durch Bilderkennung zu identifizieren.
Dann noch eine rein genetische Programmierung. Frei übersetzt: Das Darwin'sche Gesetz in die digitale Welt transformiert.
Bei C.H.Beck: Automatisierte Verschlagwortung von Gerichtsurteilen.

C.H.Beck: Ist z.B. Rechtschreibprüfung schon KI?

Kevin: Die Definition verschiebt sich ständig. Manches nennt sich KI, ist jedoch nur ein großer Entscheidungsbaum. Orthografie ist ein einfacher Datenbankvergleich, die Entscheidung zur Grammatik ist Deeplearning, das geht schon in Richtung KI.

C.H.Beck: Was braucht man für das Thema (persönlich, technisch)?

Kevin: Zuerst mal ein passendes Problem (lacht). Dann natürlich Daten, aus denen gelernt werden soll und davon möglichst viele. Dazu die entsprechenden Programme. Persönlich natürlich Spaß an dieser Technik und eine gewisse Ausdauer.

C.H.Beck: Wie gut sind die Ergebnisse?

100%-Lösungen gibt es nie, 99 % sind möglich. Die Ergebnisse sind so gut, wie die Datenqualität war.

C.H.Beck: Lernen die Programme bald selbst?

Kevin: Noch lange nicht, Terminator ist und bleibt ein Film.

Aber – bei einem Wettbewerb zwischen Computern im Spiel GO (ein asiatisches Brettspiel) besteht der Verdacht.
Im Laufe der Spiele wurden von den Programmen neue Strategien entwickelt und diese Strategien konnten Menschen lernen. Also eine Umkehrung des Lernprozesses.

C.H.Beck: Was für Projekte sind aktuell in der Umsetzung und was ist für die Zukunft geplant?

Kevin: Vorhersagen der Verkaufszahlen und damit die Höhe der Nachauflagen ist aktuell ein großes Thema.
Trends analysieren, bei Zugriffen auf Onlineportale: Damit können die erwarteten Seiten bereits beim nächsten Aufruf auf die Startseite gestellt werden, ähnlich personalisierter Werbung.

C.H.Beck: Wo liegen die Vorteile für unser tägliches Leben?

Kevin: Bessere Unterstützung bei Standardentscheidungen, z.B. Siri, Alexa und & Co. sind Ergebnisse dieser Forschung und Entwicklung.

C.H.Beck: Wo sind die Nachteile von KI?

Kevin: Man kann nicht in den Entscheidungsprozess des Programms „reinschauen“. Es gibt keine Regel bzw. keine erkennbare Regel.

C.H.Beck: Fazit?

Kevin: KI ist eine spannende Technologie, in die wir viel Zeit und Engagement investieren müssen und werden.

C.H.Beck: Vielen Dank

 

Mehr zum Thema KI erfahren Sie auf unserer Fachtagung am 19.9.2019.

 

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