Das Geheimnis der perfekten Loseblatt-Produktion

15.03.2019

Loseblatt ist eine sehr traditionelle Produktionsart, der schon oft das Ende prophezeit wurde. Doch das Produkt Loseblatt ist aus unserer Sicht lebendiger denn je. Für uns verzeichnet es sogar ein Wachstum. Das mag daran liegen, dass wir ein sehr großes Leistungsspektrum im Bereich Loseblatt haben. Immer mehr Kunden vertrauen darauf.

Unser Leistungsspektrum beginnt bereits im Satz, wo wir sowohl auf Basis von strukturierten Daten in Form von XML als auch über konventionelle Wege produzieren. Es geht über den Druck, wo wir sowohl im Offset als auch digital niedrigste Grammaturen verarbeiten können, bis hin zur Nachverarbeitung.

 

Satzproduktion

In der Satzproduktion stellen wir jährlich mehr als 170.000 umbrochene Seiten her. Hier hat sich die Menge seit dem Jahr 2015 fast um die Hälfte gesteigert. Dies kommt hauptsächlich daher, dass wir durch einen immer höheren Automatisierungsgrad in der Produktion die Menge der Seiten, die auf Basis von XML-strukturierten Daten produziert wurden, verdreifacht haben. Damit liegt der Anteil der XML-basierten Produktionen inzwischen bei 60 %.

Würde man die jährlich produzierten Seiten in gängigen Ordnern nebeneinander ins Regal stellen, so ergäbe sich selbst bei Verwendung von sehr dünnen Papieren eine Menge von mehr als vierzig Ordnern. Wir produzieren also jede Woche fast einen kompletten Ordner Loseblatt.

Printproduktion

Betrachtet man die Printproduktion, so werden die Zahlen noch deutlich imposanter. Im vergangenen Jahr haben wir ca. 2,9 Millionen Produkte (Ergänzungslieferungen und Grundwerke) gefertigt. Dabei hat der Digitaldruck etwa einen Anteil von 10 %. Dies ist ganz beachtlich, wenn man bedenkt, dass dort die Auflagenhöhen deutlich geringer sind. Dieser vergleichsweise hohe Anteil ist der Tatsache geschuldet, dass unsere Maschinenausstattung im Digitaldruck besonders auf die Verarbeitung von geringen Grammaturen spezialisiert ist. Das untere Limit von 36 g/m² ist dabei sicherlich rekordverdächtig.

Die 2,9 Millionen Produkte bestehen aus ca. 1763 Millionen Seiten (Nebenbemerkung: Die Zahl 1763 ist für C.H.Beck eine sehr wichtige, ist doch das Unternehmen seit dem Jahr 1763 im Besitz der Familie Beck), also ca. 882 Millionen Blatt. Würde man diese Blätter aneinander legen, so käme man auf ungefähr 4,4 Erdumrundungen. Selbst gestapelt würden die 882 Millionen Blätter noch eine Höhe von ca. 40 km erreichen. Das ist viereinhalbmal die Höhe des Mount Everest. Würde man den Stapel wiegen, so käme man auf ein Gewicht von 900 Tonnen.

Nachverarbeitung

Diese ungeheuren Mengen an Material werden in der Nachverarbeitung nach den Wünschen der Kunden weiterverarbeitet. Dabei sind die unterschiedlichsten Konfektionierungen möglich bis hin zum fertigen Buchblock eines Hauptbandes direkt aus der Digitaldruckanlage komplett beschnitten und gelocht.

Fazit

Die Loseblatt-Produktion ist unser täglich Brot. Wir können alle Bearbeitungsschritte von der Satzproduktion bis zur Konfektionierung umsetzen. Gerne führen wir das auch für Sie aus.

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