Können Maschinen lernen?

15.06.2022

Je nachdem, wen man fragt, wird die Antwort auf diese Frage unterschiedlich ausfallen. Ein Pädagoge oder Psychologe wird schon den Begriff des Lernens anders interpretieren als ein Mathematiker. Wir, mit unserer technischen Sicht, beantworten diese Frage ganz klar mit „ja“. Das kommt daher, dass wir uns seit Jahren mit Künstlicher Intelligenz und dem Teilgebiet des Maschinellen Lernens auseinandersetzen, um damit Lösungen für komplexe Fragestellungen zu finden, die mit einem algorithmischen Ansatz nur schwer oder überhaupt nicht lösbar sind.

Wenn man Lernen als den Erwerb von Fähigkeiten aufgrund von Erfahrungen definiert, so ist verständlich, warum im Fachbereich der Künstlichen Intelligenz von Maschinellem Lernen gesprochen wird. Hier werden Systeme in die Lage versetzt, automatisch aus Erfahrungen, das sind in diesem Fall Daten, zu lernen und sich zu verbessern, ohne explizit programmiert zu sein.

Beim Maschinellen Lernen hat sich in den letzten Jahren enorm viel entwickelt. Das ist vor allem der Verfügbarkeit von großen Datenmengen (Big Data) geschuldet. Erst mit der Möglichkeit der Auswertung von großen Datenbeständen macht das Herangehen an ein Problem auf diese Weise Sinn. Das gilt insbesondere dann, wenn man sich der Methoden des Deep Learning bedient. Hier wird ganz bewusst die Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachgebildet. Dieses künstliche Gehirn (oder neuronale Netz, wie es in der Fachsprache heißt) wird dadurch trainiert, dass man ihm viele Daten zeigt, damit sich das Netz selbstständig möglichst optimal auf die Daten einstellt.

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Wir bei C.H.Beck setzen das Maschinelle Lernen bei einer für diese Technik recht klassischen Problemstellung ein, nämlich bei der Prognose von Bestandsentwicklungen von Büchern, um daraus Nachdruckempfehlungen abzuleiten. Weitere Informationen zu diesem Projekt finden sie hier.

Doch dies ist nicht der einzige Einsatzort für Techniken des Maschinellen Lernens bei uns im Haus. Auch bei der Verschlagwortung und Klassifizierung von Texten können diese Techniken nach unserer Erfahrung gute Dienste leisten. Und wir sind sicher, dass hier noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

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