beck-online.DIE DATENBANK feiert Geburtstag

15.11.2021

beck-online.DIE DATENBANK aus dem Verlag C.H.BECK ging vor 20 Jahren an den Start. Heute ist sie die führende juristische Datenbank in Deutschland. Simon Hohoff, Leiter von beck-online, war von Anfang an dabei. Wir sprachen mit ihm über das Jubiläum, das Erfolgsrezept der Datenbank und beck-online in ungewöhnlichen Zeiten.

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Simon Hohoff ist Jurist und leitet beck-online seit vielen Jahren. Er war bereits bei der Gründung mit zwei Modulen dabei. Heute beschäftigt er sich intensiv mit umfangreichen Cloud-Lösungen. Foto: Christiane Kern

Vor mehr als 18 Monaten begann in Deutschland der erste Lockdown. Die Bürger waren aufgerufen, Zuhause zu bleiben und, wo immer möglich, aus dem Homeoffice zu arbeiten. Wie ist beck-online bisher durch die Corona-Krise gekommen?

Erfreulicherweise ausgesprochen gut. Die zurückliegenden Monate haben gezeigt: Auch unter Pandemiebedingungen lässt sich beck-online mit einer funktionierenden Internetverbindung stabil und zuverlässig von überall abrufen – aus dem Büro, der Kanzlei, dem Homeoffice. Da anfangs auch alle Universitätsbibliotheken geschlossen wurden, haben wir mit den Universitäten eine Sonderlösung implementiert, um das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen.

 

Das ist die technische Seite. Ist denn auch die inhaltliche Aktualität der Datenbank sichergestellt? Schließlich sind Gesetzgeber und Rechtsprechung zurzeit äußerst aktiv.

Ja. Trotz der allgemein geltenden Corona-Beschränkungen können wir unsere Inhalte fortgesetzt aktualisieren und erweitern. Bereits im ersten Lockdown hatten wir das für sieben Monate kostenfreie Datenbankmodul „Corona und COVID-19 PLUS“ aufgebaut, das weiterhin sehr gefragt ist. Ebenfalls im Frühjahr 2020 kam das Modul „Arbeitsschutzrecht PLUS“ dazu. Das hatten wir schon länger geplant, in Pandemiezeiten ist das Thema Infektionsschutzrecht aber umso relevanter.

 

Dann haben Sie also alles richtig gemacht?

Unsere Kundenzufriedenheitsanalyse belegt jedenfalls, dass 96 Prozent der Nutzer gerne mit beck-online arbeiten. Besonders zufrieden sind die Anwender mit der Aktualität der Inhalte, deren Qualität, dem praktischen Nutzen und auch der Geschwindigkeit von beck-online.

 

beck-online feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen – im Internetzeitalter eine lange Spanne. Was hat sich während dieser Zeit verändert?

Eine Menge. Als wir 2001 anfingen, bestand beck-online aus zwei Modulen, eines zum Zivilrecht und eines zum Arbeitsrecht. Wir waren damals zwölf Juristen, die sich selbst EDV-Kenntnisse beigebracht hatten und damit begannen, zu programmieren. Inzwischen umfasst beck-online Fachinformationen zu praktisch allen Rechtsgebieten. Im Anwaltsmarkt erzielen wir eine beachtliche Reichweite, und rund 95 Prozent der Richterarbeitsplätze in Deutschland arbeiten mit einem inhaltlich umfassenden Justizmodul von beck-online. Hochschulen sowie zahlreiche Bundes- und Landesbehörden setzen unsere Datenbank ebenfalls flächendeckend ein. Auch das Modulkonzept, das Komplettpakete aus Kommentaren, Handbüchern, Zeitschriften, Rechtsprechung, Formularen und Gesetzen zu den einzelnen Rechtsgebieten schnürt, hat sich über die Jahre durchgesetzt.

 

beck-online ist ein Informationsvollanbieter mit über 40 Millionen Dokumenten. Wie findet sich der Nutzer in dieser Informationsfülle zurecht?

Zunächst einmal verteilen sich die Fachinformationen thematisch passend auf rund 180 Fachmodule sowie 180 weitere Module, wie spezielle Zeitschriften-, Gesetzes- und Formularmodule. Die Modularisierung für unsere unterschiedlichen Zielgruppen hat sich bewährt, weil sie für den Einzelnen das komplexe Rechtssystem überschaubar macht. Jeder Kunde kann auf diese Weise genau die Rechtsgebiete wählen, die er benötigt. Und die festen Monatspreise machen die Kosten für den Kunden kalkulierbar.

 

Lassen Sie uns einen Blick in die Zukunft werfen: An welchen Neuerungen von beck-online arbeiten Sie?

Schauen wir zunächst einmal unter die Haube: Noch in diesem Jahr werden wir die „Cloud-Fähigkeit" von beck-online fertigstellen. Cloud-Anwendungen sind inzwischen zu einem Qualitätskriterium für zukunftsorientierte Software geworden, weil sie dank der modularen Architektur mit Microservices die Flexibilität, Performance und Stabilität der Anwendung erhöhen. Bereits seit Jahresanfang entwickeln wir beck-online in der Microsoft Azure Cloud. Dabei ist für unsere Kunden wichtig zu wissen: Wir legen keine Kundendaten in der Cloud ab. Diese liegen verschlüsselt in unseren beiden neuen Rechenzentren in Frankfurt.

 

Welche weiteren Entwicklungen erwarten den Nutzer?

Neben einer überarbeiteten Serviceseite erweitern wir das Webinarangebot rund um beck-online, das viele noch gar nicht kennen. In den Webinaren geben wir Tipps zur zielführenden Suche und der anschließenden Weiterverarbeitung der Treffer. Auf der neuen Serviceseite sind neben den Webinaren auch FAQs, Erklärvideos und natürlich die Kontaktdaten unserer Ansprechpartner zu finden.

Ein weiteres sehr zentrales Thema ist und bleibt die „intelligente“ Suchfunktion. Hier ist die technische Entwicklung rasant. Vor allem im Bereich des maschinellen Lernens werden wir die Möglichkeiten der Cloud nutzen und mithilfe von künstlicher Intelligenz die Treffer den Anforderungen unserer Kunden weiter anpassen. Für diese Verbesserung sind auch die Anregungen unserer Kunden immer wieder eine große Hilfe.

 

Vielen Dank für das Gespräch

 

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