On Paper – Werke von Margarete Schrüfer bei der Sommerausstellung im Kunstmuseum in Erlangen

26.08.2020

Als Druckerei beschäftigen wir uns täglich mit Papier. Für uns ist es das Material, aus dem wir unsere Produkte fertigen. Doch Papier ist auch der meist verwendete künstlerische Werkstoff, weitab von der Buchherstellung.

Inspiriert durch die Sommerausstellung mit dem Namen „On Paper“ im Kunstmuseum Erlangen möchten wir Sie auf Arbeiten der Künstlerin Margarete Schrüfer aufmerksam machen, die sich mit dem Werkstoff Papier auseinandersetzen.

Papier dient als Grundlage für die Malerei, Skizzen, Zeichnungen und verschiedene druckgrafische Techniken. Dabei nutzen Künstler*innen die unterschiedlichsten Papiersorten, von dickem handgeschöpftem Bütten- bis hin zu luftig leichtem Transparentpapier. Auf Grund seiner Eigenschaften ist das Papier dabei häufig nicht nur Bildträger, sondern selbst gestalterisches Element.

Wir möchten Ihnen gerne stellvertretend für die an der Ausstellung „On Paper" beteiligten Künstlerinnen und Künstler, Margarete Schrüfer vorstellen. Sie setzt den Werkstoff Papier ganz besonders in Szene.

Ein Aufenthalt in Japan erwies sich für das künstlerische Schaffen von Margarete Schrüfer von ganz besonderer Bedeutung. In der Technik des Origami, das auf quadratisch zugeschnittenen Papieren basiert und in seiner strengen Auslegung ohne Kleber und Schere auskommt, faltet sie Blüte um Blüte mit der Hand in leichten Papieren. In ihren Fotoarbeiten lässt sie jede einzelne Blüte wie im Zeitraffer rückwärts ablaufen. Jedes Blatt wird wieder aufgefaltet, jeder Schritt, jede Faltung wird fotografiert und schließlich werden die einzelnen Fotografien – bis zu 30 sind für eine Blüte notwendig – am Computer so überlagert, dass die an Ästen befindlichen einzelnen Blüten ein malerischer Schein umgibt, der in apartem Kontrast zu dem sie umgebenden dunklen Hintergrund steht.

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Frühling in Simulacrum II, 2016, Giclee-Druck, 60 x 50 cm

Diese Art der Darstellung beruht auf der alten Tradition der Blumenstillleben, die bei den Niederländern bereits im 17. Jahrhundert eine erste Hochzeit erlebte. Blüten handeln vom Werden und Vergehen. Damals wie heute erinnern Blumenstilleben an den Kreislauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod.

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Sommer in Simulacrum I, 2018, Giclee-Druck, 120 x 90 cm

Weitere Werke von Margarte Schrüfer finden Sie auf  www.margareteschruefer.de oder in Köln bei der Galerie Osper.

Fotos und Teile des Textes stammen von der Hompage Margarete Schrüfer mit freundlicher Genehmigung der Künstlerin.

 

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