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600 Jahre Baubeginn von St. Georg: Die 21. Ausgabe des Kalenders der Museumsgruppe C.H.Beck würdigt ein besonderes Stück Nördlinger Stadtgeschichte und verbindet modernen Digitaldruck mit traditionellem Bleisatz und Hochdruck am Heidelberger Tiegel.

Wenn aus historischen Motiven, moderner Technologie und handwerklichem Können ein Kalender entsteht, wird Druckgeschichte lebendig. Auch der neue Nördlinger Kalender für das Jahr 2027 ist eine Gemeinschaftsproduktion der Museumsgruppe und der Druckerei C.H.Beck. Bei der Vorstellung in den Räumen unseres Hauses präsentierte Wolfgang Holik, Leiter der Museumsgruppe, die mittlerweile 21. Ausgabe. Zu den Gästen zählten unter anderem 2. Bürgermeister Steffen Höhn sowie zahlreiche Mitwirkende und Unterstützer.
Im Mittelpunkt steht diesmal die Nördlinger St.-Georgs-Kirche. Ihr Baubeginn jährt sich 2027 zum 600. Mal – ein Anlass, die Geschichte und die Kunstschätze dieses bedeutenden Bauwerks durch das Jahr zu begleiten. Zwischen 1427 und 1505 entstand die spätgotische Hallenkirche, deren rund 90 Meter hoher Turm, der „Daniel“, zum Wahrzeichen Nördlingens und des gesamten Rieses geworden ist.
Zwölf Monate voller Kunst und Geschichte
Die Kalenderblätter zeigen Bilder und Epitaphien aus dem Kirchenraum. Bei der Auswahl unterstützte Dekan i.R. Gerhard Wolfermann die Museumsgruppe. Er ordnete die Motive dem Kirchenjahr und seinen Festen zu, ergänzte passende Bibelverse und verfasste das Vorwort. So eröffnet jedes Monatsblatt einen eigenen Zugang zur künstlerischen und religiösen Bedeutung von St. Georg.
Die Bilddaten stellte überwiegend Frau Kugler vom Stadtmuseum zur Verfügung. Der Fotograf Hermann Waltz ergänzte die Auswahl um Aufnahmen der Heiligen Dreifaltigkeit und der vier Evangelisten an der Kanzel. Dr. Wilfried Sponsel, Stadtarchivar a.D., stand dem Projekt erneut beratend zur Seite.
Ein besonderes Extra schlägt die Brücke zu den Anfängen des Kirchenbaus: Ein Zusatzblatt zeigt den Titeleintrag aus dem Schenkungsbuch von 1427 samt Übersetzung. Er dokumentiert den Baubeschluss vom 27. Oktober 1427. Die Abdruckgenehmigung erteilte das Stadtarchiv Nördlingen unter der Leitung von Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler.
Gemeinsam gefertigt – mit Technik und Tradition
Seinen besonderen Charakter erhält der Kalender durch das Zusammenspiel zweier Druckwelten: Die Bildmotive entstehen im modernen Digitaldruck unserer Druckerei. Die Museumsgruppe bringt die handwerkliche Kunst des Bleisatzes und des Hochdrucks am Heidelberger Tiegel ein. Damit bewahrt sie historisches Wissen und macht es in einem heutigen Druckprodukt erlebbar.
Viele Arbeitsstunden und das ehrenamtliche Engagement der Museumsgruppe stecken in der Herstellung. Die Druckerei C.H.Beck unterstützt das Gemeinschaftsprojekt mit Papier, dem Druck der Bilder, Pappe und Spiralbindung. Dadurch kann der Kalender für 15 Euro angeboten werden.
Ein Kalender, der auch anderen zugute kommt
Einen großen Teil der Einnahmen spendet die Museumsgruppe traditionell an verschiedene Institutionen. Seit der ersten Ausgabe unterstützt sie das von den Lions geförderte Projekt „Klasse2000“ – inzwischen für drei Schulklassen. Auch der Historische Verein für Nördlingen und das Ries erhält regelmäßig eine Spende.
Der Kalender 2027 ist bei Bücher Lehmann, im Fotohaus Hirsch, in der Tourist-Information Nördlingen, in weiteren Geschäften sowie direkt bei der Druckerei C.H.Beck erhältlich.
Unser herzlicher Dank gilt allen, die diese Gemeinschaftsproduktion mit ihrem Wissen, ihrer Zeit und ihrer Begeisterung möglich gemacht haben. Ganz im Sinne des traditionellen Druckergrußes: „Gott grüß die Kunst!“

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